Ein Monat Shopping Ban

Ich habe jetzt einen Monat Shopping Ban hinter mir und es war eine sehr gemischte Erfahrung. Ich habe mir ja sehr klare Regeln aufgestellt, aber es gibt Momente, in denen ich entweder nicht dran denke und in alte Muster zurück falle oder ich der Versuchung doch nicht ganz widerstehen kann. Dann gab es aber bereits viele, viele andere Momente, in denen ich ganz bewusst nichts gekauft habe, oder nur das, was geplant war.

Da war zum einen ein Besuch bei bei Gerstaecker, einem Künstlerfachhandel. Dort konnte ich dem Aquarellblock für 5€ aus der Fundgrube nicht widerstehen, ebenso wie zwei Pinselstiften in neuen Farben. Die restlichen Dinge waren geplante Einkäufe und ich habe alles mit dem Geschenkgutschein bezahlen können.

Bei der Hitze der letzten Woche habe ich mir trotz des Shopping Bans immer mal wieder eine Flasche kalte Sprite gekauft. Ich hatte ganz vorbildlich eigentlich immer mein eigenes Wasser dabei, aber das war dann mittlerweile lauwarm.

Dann habe ich nach einer schwarzen Jacke gesucht und auch endlich eine gefunden – dummerweise kamen dann noch zwei T-Shirts mit, die nicht auf meiner Liste standen. Aber: ich habe auch diese beiden Shirts sehr bewusst gekauft, da sie meinen kaputten oder nicht mehr sehr ansehnliche Schlafshirts ersetzen werden, und ich die Schlafshirts dann fürs Malen oder Putzen nutzen werden, bis sie auseinander fallen. Es war also nicht ganz die ein Teil rein, ein Teil raus-Regel, aber es machte für mich trotzdem Sinn.

Als mein Sohnemann in Urlaub war, haben mein Göttergatte und ich die Marvel-Filme gesehen. Dummerweise gab es 3 Filme der Serie weder in Prime noch in Netflix, also habe ich diese bei Amazon bestellt. Das war natürlich eine Abweichung vom Plan, aber wir hatten auch nur diese eine Woche, um die Filme gucken zu können – denn die meisten sind noch nicht für unseren Sohnemann geeignet. Da habe ich dann mal ein Auge zugedrückt.

Aber ansonsten sind meine Amazon-Bestellungen die letzten Wochen sehr zurückgegangen. Es waren Testbestellungen für meine Bücher dabei, die sind ja auch erlaubt. Dann einmal gemahlene Flohsamenschalen, da ich diese nirgendwo in dieser Qualität und zu diesem Preis bekomme. Und einmal Ersatzbezüge für unseren Dampfreiniger, weil ich mit den 2 ursprünglich mitgelieferten nicht hinkomme. Ja, ich habe dank des Dampfreinigers wirklich Spaß am Putzen bekommen!

Letztes Wochenende war ich mit meinem Sohnemann auf der Gamescom und da hätte ich beim Merchandise ohne Ende zugreifen können – welcher Nerd möchte nicht eine Taschentuchbox in Form eines Rätselblocks von Super Mario? *lach* Aber ich habe es geschafft, nichts für mich zu kaufen und auch für meinen Sohnemann nur etwas, was er wirklich mag und von dem ich weiß, dass es nicht nach 2 Tagen in der Ecke landet (wer es genau wissen will: einen blauen Glubschi-Drachen, der seitdem jeden Abend mit im Bett ist). Er selber hat sich anstatt irgendwelchen Plastikmist noch ein ganz tolles Mammut-Set von Revell ausgesucht, das zu einem Zehntel des ursprünglichen Preises angeboten wurde und das er seitdem immer wieder genau anschaut.

Die Schulsachen für den Sohnemann waren alle geplant und nach der Liste der Schule gekauft, ohne dass ich noch extra tolle Blöcke oder Federmäppchen besorgt habe.

Einer weiteren Sache konnte ich nicht widerstehen – einem Dörrautomaten für 30€ bei einem Discounter. Mein Göttergatte und ich überlegen seit Jahren, uns so ein Teil anzuschaffen, aber bis jetzt waren sie uns zu teuer. Für den Preis wollten wir es aber unbedingt testen und bereuen es bisher nicht. Unterm Strich werden wir dadurch auch sehr viel Geld sparen und für meine schwierige Ernährungssituation ist das Gerät sowieso ein Gewinn. Wir haben jetzt je eine Portion Trockenobst und Trockenfleisch zubereitet und sind begeistert!

Aber sonst habe ich vieles links liegen gelassen: Ich war zweimal im Action-Markt, der eine große Verlockung für mich ist. Ich hatte sogar schon Stempel in der Hand und habe sie wieder zurück gelegt, da ich sie nicht brauchte und nur das gekauft, was ich geplant hatte (eine Box für die Waschnüsse und Reisriegel).

Auch wenn der erste Monat noch nicht 100%ig geklappt hat, habe ich doch das Gefühl, ich bin auf dem richtigen Weg. Es dauert ja auch, bis sich Gewohnheiten festigen und deshalb will ich auch noch nicht so streng mit mir sein. Ich merke aber, dass ich in den letzten Wochen auch meinen Mann und meinen Sohnemann mit diesen Strategien angesteckt habe, was mich am meisten freut! Ich bin gespannt auf den September!